Das Wohnprojekt KliQ steht exemplarisch für einen zeitgemäßen, ressourcenschonenden und sozial angemessenen Wohnungsbau, der architektonische Qualität, Leistbarkeit und Gemeinschaft in Einklang bringt. Eingebettet in den denkmalgeschützten Kontext der ehemaligen Oxford-Kaserne reagiert das dreiteilige Gebäudeensemble sensibel auf Maßstab, Topografie und Bestand. Die gestaffelten Baukörper, Laubengänge und eingeschnittenen Dachloggien erzeugen einen differenzierten, urbanen Ausdruck und ermöglichen zugleich hochwertige Ausblicke ins Grüne aus allen Wohnungen.
Ein zentraler Anspruch des Projekts ist der bewusste Umgang mit Fläche und Material. Durch die konsequente Verlagerung privater Nutzungen in gemeinschaftlich organisierte Räume wird der individuelle Wohnflächenbedarf deutlich reduziert, ohne auf Wohnkomfort zu verzichten. Der Pro-Kopf-Flächenverbrauch liegt unter 30 m2. Herzstück dieses Konzepts ist der KliQ-Space als gemeinschaftlicher Arbeits-, Begegnungs- und Aufenthaltsort mit Küche, ergänzt durch Gästeapartments, Werkstatt, Waschraum und einen großzügigen Gemeinschaftsgarten. Diese geteilten Angebote fördern soziale Interaktion, stärken Nachbarschaft und ermöglichen zugleich bezahlbares Eigentum für eine heterogene Bewohnerschaft.
Ein zentraler Anspruch des Projekts ist der bewusste Umgang mit Fläche und Material. Durch die konsequente Verlagerung privater Nutzungen in gemeinschaftlich organisierte Räume wird der individuelle Wohnflächenbedarf deutlich reduziert, ohne auf Wohnkomfort zu verzichten. Der Pro-Kopf-Flächenverbrauch liegt unter 30 m2. Herzstück dieses Konzepts ist der KliQ-Space als gemeinschaftlicher Arbeits-, Begegnungs- und Aufenthaltsort mit Küche, ergänzt durch Gästeapartments, Werkstatt, Waschraum und einen großzügigen Gemeinschaftsgarten. Diese geteilten Angebote fördern soziale Interaktion, stärken Nachbarschaft und ermöglichen zugleich bezahlbares Eigentum für eine heterogene Bewohnerschaft.
Die Grundrisse sind seriell entwickelt, kompakt organisiert und zugleich flexibel nutzbar. Eine Ost-West-Durchorientierung, großzügige Öffnungen und gut proportionierte Räume sorgen für hohe Aufenthaltsqualität, gute Belichtung und natürliche Belüftung. Größere Wohnungen sind teilbar und lassen sich an unterschiedliche Lebensphasen und Haushaltsformen anpassen – vom generationenübergreifenden Wohnen bis zu Care- oder Vermietungsszenarien. Alle Geschosse sind barrierefrei erschlossen.
KliQ verfolgt einen klaren Low-Tech-Ansatz: Robuste, wartungsarme Konstruktionen, einfache Details und langlebige Materialien reduzieren technische Komplexität und sichern langfristige Nutzbarkeit. Auf einem massiven Sockel wurde das Gebäude weitgehend in Holzbauweise errichtet. Brettsperrholzdecken, Holzrahmenbauwände und eine Holzfassade aus skandinavischem Fichtenholz binden rund 1.000 Tonnen CO2 und machen den bewussten Einsatz nachwachsender Baustoffe sichtbar. Der reduzierte Materialkanon folgt sowohl ökologischen als auch gestalterischen Prinzipien und prägt die klare, ruhige Architektursprache.
Die Energieversorgung kombiniert Geothermie mit Fernwärme und wird durch passive Maßnahmen wie kompakte Baukörper, gute Dämmstandards und natürliche Belichtung ergänzt. Retentionsdächer mit Begrünung und Photovoltaik unterstützen das Schwammstadtprinzip und verbessern das Mikroklima. Der naturnah gestaltete Freiraum mit Spiel- und Aufenthaltsflächen bildet zusammen mit dem „Playtrack“ entlang der historischen Sandsteinmauer eine lebendige Schnittstelle zwischen Haus, Quartier und Landschaft.
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist seine Offenheit nach außen. Gemeinschaftsräume, Werkstatt und Multifunktionsflächen stehen teilweise auch dem Quartier zur Verfügung. Carsharing-Angebote und eine Mitfahrerbank fördern nachhaltige Mobilität und Begegnung. KliQ versteht sich als aktiver Teil des Oxford-Quartiers und vernetzt sich bewusst mit seiner Umgebung.
Entstanden ist das Projekt aus einer vierjährigen, partizipativen Planung einer Baugemeinschaft mit 28 Parteien. KliQ zeigt, wie durch Reduktion, Einfachheit und gemeinschaftliche Organisation ein zukunftsfähiges, alltagstaugliches und sozial tragfähiges Wohnmodell entstehen kann – ein Dorf im Haus.
PROJEKTDATEN
Standort: Oxfordquartier, Münster - Gievenbeck
Auftraggeber: Planungsgesellschaft KliQ GbR
Verfahren: Konzeptvergabe der KonvOY GmbH
Nutzung: Gennerationsübergreifendes Wohnen und Gemeinschaftsräume (Co-Working, Küche, Gäste, Sportraum, Werkstatt)
Preise: Westfälischer Preis für Baukultur 2025, Anerkennung
Fotos: Viola Epler